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Corona-Risiko im Aufzug? Dagegen hat die Industrie einiges in Petto

Klein, eng, wenig Luft – viele Menschen bekommen beim Gedanken an Aufzüge Beklemmungen. Schon zu „normalen“ Zeiten ist der Aufzug nicht jedermanns Sache. Nun aber haben wir die Corona-Pandemie. Ist es riskant Aufzüge zu nutzen, in denen man den empfohlenen Abstand unter Umständen nicht einhalten kann und man „verkeimte“ Knöpfe drücken muss? Angst und Ekel machen sich breit, aber deswegen die Treppe bis in das zehnte Stockwerk nehmen? Keine Sorge, auch hier gibt es Anti-Corona-Lösungen, die den Aufzug zu einem sicheren Transportmittel machen.



Hauptübertragungsweg für das seit Anfang des Jahres grassierende Corona-Virus ist die Tröpfcheninfektion oder sogenannte Aerosole. Durch Atmen, Sprechen, Niesen oder Husten können sich die Viren in der Luft verteilen und so andere Personen infizieren. In China soll eine Frau im Juli diesen Jahres 71 Personen mit Corona infiziert haben – allerdings ohne direkten Kontakt. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich die Nachbarn im Fahrstuhl des Hochhauses angesteckt haben und sich dann das Virus verbreitet hat. Ganz abwegig ist das Szenario tatsächlich nicht, denn laut Robert Koch-Institut kann das Coronavirus auf Edelstahl bis zu 48 Stunden lang nachgewiesen werden, auf Kunststoff bis zu 72 Stunden lang. Auch die schlechte Belüftung macht Aufzüge zu möglichen Virus-Hotspots. Regelmäßiges Lüften soll Infektionscluster vermeiden und die Ausbreitung von COVID-19 eindämmen. Aber Aufzüge lassen sich nicht so einfach lüften und das stellt Betreiber von Immobilien vor große Herausforderungen.


Die AHA-Regel – Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen – gilt selbstverständlich auch in Aufzügen. Beide Seiten, Nutzer und Betreiber, sind außerdem in der Verantwortung weitere entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Generell sollten sich so wenig Fahrgäste, wie möglich in den Aufzugskabinen befinden. Tasten, Knöpfe oder andere Bedienelemente sollten nicht ungeschützt berührt werden und ein Kontakt mit den Wänden, Türen, Griffen sowie Handläufen sollte gemieden werden. Nach der Nutzung sollten auf jeden Fall die Hände gewaschen oder sogar desinfiziert werden.


Auch Betreiber können zusätzliche, schützende Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise für verstärkte Reinigung sorgen und die Türen der Aufzüge offenhalten, wenn sie nicht in Gebrauch sind, damit ein besserer Luftaustausch stattfindet.

Bildquelle: thyssenkrupp Elevator


Doch was gibt es sonst noch, um Fahrgästen ein uneingeschränkt sicheres Gefühl im Aufzug zu geben? Das war Thema des Online-Events der Builtworld mit dem Titel „Aufzugstechnik: Wie werden Aufzüge Covid-19-sicher?“. Knapp 170 Teilnehmer folgten aufmerksam den Ausführungen des Panels und stellten im Chat ihre individuellen Fragen nach Funktion, Wirksamkeit und Kosten, die die Diskussionsteilnehmer gerne beantworteten.


Den Auftakt machte Christian Schlicht, von der ECE, mit konkreten Praxisbeispielen, die in den ECE-Shoppingcentern bereits umgesetzt wurden. Auch den Stellenwert eines umfangreichen Hygienekonzepts in Einkaufszentren, abseits von Corona, stellte er heraus.


Eine neue Rolle nimmt in dieser Zeit auch Aufzug- und Fahrtreppenhersteller thyssenkrupp ein. Normalerweise als Auftragnehmer von Immobilienfirmen aktiv, wechselt Sascha Khabiri von thyssenkrupp Aufzüge zurzeit mit seinem Team in die Beraterbranche für Hygiene und Desinfektion und wird für seine Kunden Auftragnehmer, wenn es um Desinfektionslösungen geht.


Dass sich die verschiedenen Möglichkeiten Aufzüge Covid-19-sicher zu machen im besten Fall ergänzen, zeigten die vorgestellten Beispiele von BlueKit, der Hundt Consult und von uns.


BlueKit – Erhöhter Luftaustausch durch LST-Technologie:

Was ursprünglich als Schachtentrauchungssystem und zur Sicherung des Energieeffizienz von Gebäuden konzipiert wurde, kann nun in modifizierter Weise die kontinuierliche Belüftung von Aufzügen sicherstellen. Die Klappen zur Entlüftung in Aufzugsschächten wurden bisher abhängig von der Aufzugsnutzung gesteuert, indem über den Lift Status Transmitter (LST) zusätzlich zur Luftqualität (CO2, Temperatur, etc.) die Anwesenheit von Personen in der Kabine erkannt wurde. Um aber die Ansteckungsgefahr durch Aerosole zu minimieren können diese Systeme schnell und einfach umkonfiguriert und auf die nutzungsabhängige Lüftung eingestellt werden.


ELEVATAIR – Desinfektion der Luft in den Aufzugskabinen:

Neu auf dem Markt ist ein Luftreiniger, der dank Plasmatechnologie die Raumluft innerhalb der Kabinen reinigt und diese von 99,99 Prozent aller Bakterien, Pilze und Viren – inklusive Corona – befreit. Die Raumluft wird durch den Luftreiniger eingesogen, an einem Niedrigenergie-Plasmafeld vorbeigeführt und dieses zerstört die Schadstoffe auf DNA-Ebene – ohne Nebenwirkungen für Mensch und Umwelt. Auch flüchtige organische Verbindungen, Feinstaub und unangenehme Gerüche, wie Schweiß oder Zigarettenrauch werden dadurch eliminiert.


TiTANO – Oberflächenbeschichtung:

Doch die Aufzugsluft ist nicht die einzige, mögliche Infektionsquelle. Laut WHO werden 80 Prozent der ansteckenden Krankheiten über die Hände übertragen. Ein Grund dafür: 92 Prozent der Bevölkerung waschen sich nicht „richtig“ die Hände, wie eine Beobachtungsstudie der SRH Heidelberg zeigte. Daher sollte man Handläufe, Griffe und Bedienelemente in Aufzügen ebenfalls mit Vorsicht genießen. Die Lösung für eine keimfreie Nutzung ist die antimikrobielle Beschichtung dieser Oberflächen mit TiTANO. Diese wirkt aktiv gegen Hefepilze, Schimmel, Bakterien sowie das Coronavirus und weist eine signifikante Wirkung gegen Noroviren auf. Mit dem Aufsprühen der Beschichtung wird eine Keimreduktion von bis zu 99,99 Prozent erreicht. Die Beschichtung hält für circa ein Jahr und sollte anschließend aufgefrischt werden.


In relativ kurzer Zeit ist sehr viel passiert im Hygienebereich. Was früher ein „nice to have“ war, ist nun ein „must have“. Altbekanntes, wie regelmäßiges Händewaschen, wird aufgefrischt und viele Neuentwicklungen sind auf dem Markt. Sämtliche Branchen arbeiten Hand in Hand, um das Leben aller Mitmenschen in dieser Zeit der Unsicherheit wieder sichererer zu machen.


Veröffentlichungsdatum: 16. November 2020


Quelle:

“Large SARS-CoV-2 Outbreak Caused by Asymptomatic Traveler”, Emerging Infectious Diseases, Abrufbar unter: Chinahttps://wwwnc.cdc.gov/eid/article/26/9/20-1798_article


RKI – Robert Koch Institut – Abrufbar unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2


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Wir sind Experten für Hygienetechnologie mit der Spezialisierung auf UVC-Produkte für Fahrtreppen und antimikrobielle Beschichtungen. Zusätzlich bieten wir Technologieberatung und Bürohygiene-Workshops für Firmen an.

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